Auf der Suche nach einem neuen Leben macht sich Maria Hernandez 2017 mit ihren Töchtern Michelle, 8, und Nicole, 3, von Honduras auf in die USA. Der Weg ist mühsam, doch sie schaffen es über die US-Grenze nach Arizona. Dort aber hält man sie auf – und stellt die alleinerziehende Mutter vor eine unmögliche Wahl.
Maria Hernandez: „Die Behörden sagten, entweder ich verlasse die Staaten mit meinen Töchtern – oder allein. In Honduras waren die Mädchen gerade erst von Straßengangs bedroht worden. Ich dachte an ihre Sicherheit und entschied, dass sie in den USA besser aufgehoben sind. Meine jüngste Tochter sah mich weinen und fragte, wo man sie hinbringen würde. Ich sagte, in ein Heim, zu anderen Kindern. Darauf fragte sie, ob ich sie besuchen käme, und ich versicherte ihr: ,Ja,…