Watford/England – Ernst blickt Martin Luther King den Betrachter an. Neben ihm Macolm X, der Bürgerrechtler mit der charakteristischen Brille. Es folgen Bob Marley, Rosa Parks, Nelson Mandela. Nein, das ist keine Kunstausstellung zur Geschichte der schwarzen Bürgerrechtsbewegung – es ist der Rücken des Profifußballers André Gray, 26, vom englischen Erstliga-Klub FC Watford. Auf den ließ er sich Ikonen und wichtige Ereignisse der schwarzen Geschichte tätowieren.
Bei einem Urlaub auf der Insel Sansibar hatte der Stürmer in einem Museum alte Sklavenkammern gesehen. Es war für Gray schmerzhaft, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen, aber es öffnete ihm die Augen und brachte ihn zum Nachdenken. Etwa über die große Bedeutung der Bürgerrechtler.
Drei Jahre lang ging der Sportler immer wieder zum Tätowierer, neun Sitzungen, jede acht Stunden lang, dauerte es, bis…