Der Start unseres wöchentlichen Teammeetings am Montagmorgen, durch Homeoffice notgedrungen online, erinnert mich manchmal an den Stuhlkreis in der Grundschule. Wenn meine Kollegin in die Runde fragt, wie es allen so geht, sitze ich für einen Moment wieder auf dem kleinen braunen Stühlchen im Klassenzimmer: Wir berichten, was wir am Wochenende erlebt haben, können aber auch über traurige Dinge wie einen toten Hamster oder Zank mit der Schwester reden. Früher hätte ich gesagt, derart persönliche Erfahrungen haben in einem beruflichen Meeting nichts verloren, doch nachdem eine Kollegin offen eingesteht, dass sie mit der aktuellen Situation gerade sehr zu kämpfen hat, trauen sich auch die anderen, ehrlich zu sagen, wie sie sich momentan fühlen. Dabei merke ich deutlich, wie gut es tut, nicht als Einzige zeitweise ängstlich oder bedrückt zu sein,…
