Das Darknet hat zu Recht einen schlechten Ruf. Im Monatsrhythmus legen Sicherheitsbehörden dort illegale Marktplätze für Drogen, Waffen oder Kinderpornografie trocken (siehe Seite 97). Dabei war die Idee dahinter eine ganz andere. Zur Erklärung: Was Sie mit Google und anderen Suchmaschinen öffentlich finden können, nennt sich Clear Web. Doch der Bereich des Internets, in dem wir surfen, shoppen, mit Freunden chatten oder Urlaubsfotos teilen, ist tatsächlich nur die Spitze des Eisbergs. Der größte Teil des Netzes, rund 90 Prozent, ist unter der Oberfläche verborgen. Gefährlich ist das nicht, aber dieses Deep Web ist eben nicht für alle frei zugänglich. Nur wer entsprechende Zugangsberechtigungen hat, kann die Systeme von Universitäten, Unternehmen, Behörden oder Banken nutzen.
Etwas anders sieht es mit einem kleinen Teilstück des Deep Webs aus, dem Darknet. Es ist…
