Doch, Toni Collette hat schon so einige Mütter gespielt. Eine suizidale in „About a Boy“, nur so als Beispiel. Eine alles verbindende in „Little Miss Sunshine“, eine verzweifelte in „The Sixth Sense“, letztere so gut, dass sie 1999 dafür sogar für einen Oscar nominiert wurde. Aber das ist nicht der Grund, warum sie in der LGBTQ+-Community als „Mother“ bezeichnet wird. Auch nicht, dass die Australierin im wirklichen Leben zwei Kinder hat, eine Tochter von 16 Jahren, einen Sohn, der 13 ist. Nein, „Mother“ ist eine Ehrenbezeugung. Für jemanden, der die queere Szene kulturell geprägt hat, der Identifikation geschaffen hat, der ein Halt war für Menschen in schwierigen Zeiten.
„Ehrlich gesagt, ich habe ziemlich spät mitbekommen, dass ich so gesehen werde“, schreibt Toni Collette im Mail-Interview mit BRIGITTE. Und noch später…
