Editorial Rolle rückwärts
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
„München auf dem Weg zur Open-Source-Stadt“, so lautete der Titel einer Pressemitteilung, die am 5. Mai 2021 die Fraktion der Grünen – Rosa Liste des Münchener Stadtrats lancierte. Zusammen mit den Partnern der Fraktion SPD/Volt habe man gerade beschlossen, dass die Stadt München künftig bei der Beschaffung und Eigenentwicklung von neuer Software auf Open-Source-Lösungen setzen werde. „Es ist nur billig und recht, dass mit Steuergeldern finanzierte Software auch der Allgemeinheit zur Verfügung steht, statt den sagenhaften Reichtum mancher Softwareanbieter zu mehren, die ihre monopolartige Stellung ausnutzen“, tönte da die Grünen-Stadträtin Judith Greif.
Moment mal – war da nicht was? Könnte es vielleicht sein, dass die bayerische Landeshauptstadt bereits über ein Jahrzehnt lang, von 2004 bis 2017, weltweit als die Open-Source-Metropole schlechthin galt?…
